
MONTAG
MONTAG
16:30 - 18.00 Uhr| Offene Proben
TRACHTENGRUPPE BENNECKENSTEIN
Leitung: Christina Hundt
Musikalische Leitung: Joana Weidner
Ja, uns gibt’s noch – und wie! Seit mehr als 100 Jahren tragen wir das Harzer Brauchtum in die Welt, und ab sofort wird unsere Tradition sichtbarer denn je: Unsere Proben finden nun öffentlich in der SPINN—STUBE statt.
Wer Lust hat, vorbeizuschauen, zuzuhören oder einfach neugierig ist, wie Harzer Liedgut, Jodelklänge und Trachten heute klingen – kommt gern vorbei. Die Türen stehen offen, die Atmosphäre ist herzlich, und vielleicht spürt ihr sogar selbst ein bisschen von der Magie, die dieses Brauchtum seit Generationen am Leben hält.
Informationen unter https://harzmacher.jetzt/trachtengruppe/

MITTWOCH
MITTWOCH
MITTWOCH
MITTWOCH
15:00 - 17.00 Uhr| Werkstatt
NÄH—STUBE MIT NADELSPATZ Kerstin Sperling
„Ich könnte das nicht!" - Doch, kannst du! Denn bei den Montags-Nähkursen
mit Nadelspatz Kerstin Sperling lernst du in lockerer Runde einfache Projekte zu meistern.
Was du brauchst? Motivation & gute Laune - der Rest ist da.
FÜR JUNG UND ALT
Anmeldung bitte direkt bei Kerstin unter: nasch.katze@yahoo.de


Donnerstag
18:30 - 20.00 Uhr| Genossenschaftsversammlung
BESTIMME DIE ZUKUNFT - Kulturgenossenschaft T16
Die SPINN—STUBE wächst weiter. Wir wollen dich auf diesen Weg mitnehmen. Sie soll ein dauerhaftes Zuhause bekommen – im geschichtsträchtigen Haus Töpfermarkt 16 mitten in Benneckenstein. Dafür haben wir eine Kulturgenossenschaft gegründet, die das Gebäude kauft, mit Fördermitteln saniert und als Kulturort sichert.
Jeden Monat trifft sich de Genossenschaft zur Beratung. Interessent*innen sind jederzeit willkommen und können Teil der Gemeinschaft werden.



FREITAG
16:00 Uhr | Kinderprogramm
KINDER—STUBE: Hoch die Hände - Wochenende
Leitung: Victoria Hoppe und Janek Liebetruth
Mit der KINDER—STUBE startet in der SPINN—STUBE ein neues
Format für Kinderaus Benneckenstein und Umgebung. Am dritten Freitag, direkt nach Schule oder Hort, laden wir ein zu kleinen Abenteuern kurz vorm Wochenende: mal Kino, mal Workshop, mal gemeinsames Spielen oder Basteln.
Die Königstochter Anna begibt sich auf die Suche nach ihrer älteren Schwester Elsa, der Eiskönigin. Anna wird auf ihrer abenteuerlichen Reise von dem Bergsteigspezialisten und Naturburschen Kristoff sowie dem Rentier Sven unterstützt. Gemeinsam wollen sie Elsa finden, die dafür verantwortlich ist, dass das Königreich Arendelle nun im ewigen Eis gefangen ist. Die drei Abenteurer müssen sich auf ihrer Reise gegen die Elemente behaupten.
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18:30 Uhr | Weltpremiere
ARCHIV DER PERSÖNLICHEN GESCHICHTEN:
#9 Mandy Hilpert und #10 Til Sander
Einführung von Janek Liebetruth
Mandy Hilpert erzählt von ihrer Kindheit und Jugend in Benneckenstein und von einem Ort, der für sie immer eng mit Schule, Gemeinschaft und Alltag verbunden war. Sie spricht über ihre eigenen Schuljahre, über typische Tage als Zwölfjährige, über Fernsehprogramme, Westmusik und die kleinen Freiheiten und Begrenzungen der DDR-Zeit. Ihre Erinnerungen führen zu Bahnhofswegen, Fassbrause in der Gaststätte, Fahrten mit der Harzquerbahn, zum Jugendclub, zum Gondelteich und zu Häusern, die es heute nicht mehr gibt.
Ein zentraler Teil ihrer Geschichte ist ihr Weg zur Lehrerin – ein Beruf, den sie bewusst gewählt hat und den sie bis heute als Verantwortung versteht. Mandy erzählt von Schule damals und Schule heute, vom Umgang mit Kindern, von Misserfolgen, die man ernst nehmen muss, und von der Suche nach den Stärken jedes Einzelnen. Auch die Nachwendezeit spielt eine wichtige Rolle: der Lehrerüberschuss, der sie zwang, Benneckenstein zunächst zu verlassen, und das spätere Zurückkommen.
Til Sander ist 16 Jahre alt und lebt in Benneckenstein. In einem Gespräch und beim gemeinsamen Unterwegssein erzählt er von seinem Alltag zwischen Schule, Feuerwehr und Ehrenamt – und davon, wie früh Verantwortung im ländlichen Raum Teil des Lebens wird.
Er spricht über Kameradschaft, Technik, Helfen in Notsituationen und über das Gemeinschaftsgefühl, das entsteht, wenn man sich aufeinander verlassen muss. Der Weg führt hinaus in den Wald, zu Orten rund um Benneckenstein, zu Wissen über Landschaft, Quellen und Wege, das man nicht nachliest, sondern weitergibt.
Ein Blick auf Benneckenstein aus der Perspektive eines Jugendlichen, der nicht von Weggehen spricht, sondern vom Dableiben, Mitmachen und Verantwortung übernehmen.

19:30 Uhr | Gesprächsrunde
LOKAL—HELD: Frank-Rainer Pluschke
Moderierter Talk mit Janek Liebetruth
Manchmal sind die größten Geschichten gar nicht weit entfernt. Sie stecken in den Menschen um uns herum: Nachbar*innen, Freund*innen, Vereinsmitglieder, stille Macher*innen. Mit LOKAL—HELD*INNEN holen wir sie ins Rampenlicht und erzählen, was sonst im Alltag leicht übersehen wird. Ein Abend voller Begegnungen, Geschichten und Perspektiven aus Benneckenstein und dem Harz – überraschend, berührend, nah.
Frank-Rainer Pluschke ist in Benneckenstein geboren und hat sein Leben hier verbracht. Er erzählt von Schulzeit und Handwerk, von der Arbeit in der Gießerei und Ofenbau (GOK) Königshütte und später als Hausmeister an der Benneckensteiner Schule. Neben seinem Berufsleben prägten ihn viele andere Rollen: als Schallplattenunterhalter seit den 1970er-Jahren, als Finkenzüchter und als Leiter des Jugendklubs zu DDR-Zeiten.
Das Gespräch blickt auf Alltagskultur, Arbeit und Freizeit im Ort und fragt, welche Bedeutung diese oft unsichtbaren Tätigkeiten für das Zusammenleben in Benneckenstein hatten – und bis heute haben.

SAMSTAG
16:30 Uhr | Gesprächsrunde
LOKAL—HELDIN: Christine Wysk
Moderierter Talk mit Hannes Hartmann und Janek Liebetruth.
Manchmal sind die größten Geschichten gar nicht weit entfernt. Sie stecken in den Menschen um uns herum: Nachbar*innen, Freund*innen, Vereinsmitglieder, stille Macher*innen. Mit LOKAL—HELD*INNEN holen wir sie ins Rampenlicht und erzählen, was sonst im Alltag leicht übersehen wird. Ein Abend voller Begegnungen, Geschichten und Perspektiven aus Benneckenstein und dem Harz – überraschend, berührend, nah.
Christine Wysk hat über Jahrzehnte hinweg die Apotheke in Benneckenstein geführt und damit weit mehr getan, als Medikamente auszugeben. Sie erzählt von Verantwortung im Alltag, von Vertrauen, von Versorgung im ländlichen Raum – und von den Umbrüchen nach der Wende, als vieles neu organisiert werden musste. Gemeinsam mit dem damaligen Hausarzt Matthias Krause war sie maßgeblich am Aufbau des Ärztehauses beteiligt, das bis heute ein zentraler Ort medizinischer Versorgung im Oberharz ist.
Bei den LOKAL–HELD*INNEN blickt zurück auf ein Berufsleben zwischen Pharmazie, Beratung und Gemeinsinn und fragt zugleich, was es braucht, damit gesundheitliche Infrastruktur auf dem Land erhalten bleibt.

18:30 Uhr | Interaktive kulinarische Talkshow
KOCH—STUBE INTERNATIONAL: Wo die Welt zusammen kocht |
Gianmaria Zamagni, Italien
moderiert von Janek Liebetruth
Zwischen dampfenden Töpfen, duftenden Kräutern und klingenden Geschichten trifft die Welt im Oberharz aufeinander. In der KOCH—STUBE wird gekocht, gegessen und erzählt – von Herkunft, Aufbruch und Geschmack. Jede Folge lädt eine Person aus einer anderen Kultur ein, ihre Küche und ihre Geschichte mitzubringen. Das gemeinsame Kochen wird zum Gespräch: über Wege, Wurzeln, Heimat und das, was uns verbindet. Am Ende wird das Gekochte gemeinsam mit dem Publikum verspeist.
Auf Grund der hohen Nachfrage und für die bessere Planbarkeit bitten wir ab Februar um eine Reservierung. Für die Deckung der Kosten erheben wir ab sofort einen Unkostenbeitrag von 10€. Um weitere Spenden wird gebeten.
In der Februar-Ausgabe der KOCH—STUBE INTERNATIONAL ist Gianmaria Zamagni zu Gast, der Ehemann der in Hasselfelde geborenen Harzmacher Vorständen Dr. Inga Burgmann. Er wurde 1974 in Rimini in der Region Emilia-Romagna geboren und lebt heute in Deutschland. Nach seinem Postdoktorat in Religionswissenschaft führte ihn sein Weg nach Münster, wo er als Projektleiter tätig war – der Beginn einer neuen Lebensphase fern der Heimat.
Die Verbindung zu Italien hält Gianmaria vor allem über die Küche lebendig. Kochen ist für ihn eine Form von Kreativität, die unmittelbar wirkt: Geschmack, Austausch und Gemeinschaft entstehen direkt am Tisch. Perfektionismus ist dabei kein Selbstzweck, sondern Teil einer Esskultur, die Zeit und Aufmerksamkeit schätzt.
Fast jede*r war schon einmal in Italien – und glaubt dank Pizza und Pasta Bolognese, die italienische Küche gut zu kennen. Gianmaria wird an diesem Abend zeigen, was dolce vita wirklich bedeutet, und mehr über die italienische Kultur erzählen – jenseits gängiger Klischees. Er kocht vor allem Gerichte aus der (Emilia-)Romagna, widmet sich aber ebenso gern der süditalienischen Küche. Was genau auf den Tisch kommt, bleibt bewusst offen.
Die KOCH—STUBE INTERNATIONAL lädt damit zu einem Abend ein, an dem Italien neu entdeckt wird – persönlich, entschleunigt und voller Geschmack.


Rimini, Italien
SONNTAG
16:30 Uhr| Lesung
LESE—STUBE: "Wo die Lupinen blühen" von Eva Seifert
Moderiert von Nadine Christ
Mit der LESE—STUBE öffnet die SPINN—STUBE in Benneckenstein einen neuen Raum für Literatur, Erinnerung und Begegnung. Hier wird vorgelesen, zugehört, gefragt und erzählt – über Herkunft, Gegenwart und das, was bleibt.
In die LESE—STUBE im Februar kommt die Autorin Eva Seifert mit ihrem Roman Wo die Lupinen blühen in die SPINN—STUBE.Ein berührender literarischer Abend wartet auf alle, die Geschichten über Liebe, Erinnerung und die Kraft des Miteinanders schätzen.
Eva Seifert wurde in Bremen geboren, studierte Kulturwissenschaft, Germanistik und Geschichte, arbeitete als Lektorin in München und lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Braunschweig. Ihre Liebe zu Sprache und Geschichten begleitet sie seit der Kindheit, sie reist gern und verarbeitet Eindrücke aus ihren Reisen in ihren Büchern.
Wo die Lupinen blühen ist der zweite Band der Reihe Die Frühstücksfrauen, kann aber unabhängig gelesen werden. Die Erzählung verwebt zwei Zeitebenen: Im Jahr 1952 wird nahe des kleinen Harzorts Hohegeiß ein DDR-Flüchtling an der innerdeutschen Grenze erschossen – ein Ereignis, das das Leben der jungen Ruth für immer verändert. Jahrzehnte später steht die Dreifachmutter Romy vor der Entscheidung, das Familienhäuschen im Harz zu verkaufen. Kindheitserinnerungen und Geschichten aus der Vergangenheit ziehen sie zurück in jene Landschaft, die ein kleines Häuschen zum Symbol grenzenloser Liebe macht. Auf einer gemeinsamen Reise mit ihren Freundinnen, den „Frühstücksfrauen“, kommt sie einer tragischen Liebesgeschichte und den eigenen Wurzeln auf die Spur.
Seiferts Roman besticht durch seine warmherzige Sprache, die die Bedeutung von Familie, Freundschaft und Erinnerungen an Orte, die wir Heimat nennen, erkundet. Das Buch lädt ein, die Geschichten zwischen den Zeitebenen zu erleben und in die Gefühlswelten der Figuren einzutauchen – ein Abend für alle, die sich von bewegender Gegenwartsliteratur fesseln lassen möchten.
Die LESE—STUBE lädt dazu ein, solche Geschichten im kleinen Kreis zu teilen – in der Atmosphäre eines Ortes, der selbst für Erinnerung steht: der SPINN—STUBE Benneckenstein. Nach der Lesung gibt es Raum für Gespräch, Austausch und vielleicht auch ein paar Fragen ans eigene Erinnern.

©Andrea Kannwischer

18:30 Uhr| FILMCLUB DDR | DEFA-Verboten! Reihe
DER VERLORENE ENGEL, DDR, 1965/2005 | Regie: Kurt Barthel |
118 Min | S/W
Ein poetisches Alltagsmärchen über die Sehnsucht nach persönlicher Entfaltung: Nach dem Tod ihres Vaters müssen sich die 18-jährige Helene Raupe und ihre kleine Schwester Asta in einer radikal veränderten Lebenssituation zurechtfinden. Helene wird von den Behörden an verschiedene Arbeitsplätze vermittelt, scheitert jedoch an den Erwartungshaltungen ihrer reglementierten Umwelt. Erst als sie lernt, ihren Träumen Ausdruck zu verleihen, kann sie sich gegenüber den Bevormundungen der anderen behaupten.
Die Fertigstellung des Films wurde 1966 abgebrochen, erst 2005 wurde das überlieferte Material chronologisch montiert.


